Blutbuch
Von: Kim de l'Horizon
- Dumont, Köln, 2022
Im Roman Blutbuch, einem literarischen Debüt, begibt sich Kim de l'Horizon auf eine verzweigte Spurensuche nach den familiären Altlasten und der eigenen non-binären Identität. An die ebenso geliebte wie gefürchtete Grossmutter adressiert, schreibt sich das erzählende Ich seinen Kampf mit dem Vergessen, der Angst, der Scham, der Begierde und der allgegenwärtig drohenden Gewalt von sich. Blutbuch ist eine exzessive, vitale, hin und wieder auch verschwurbelte Autofiktion, die von einem Ich erzählt, das zwischen beweglicher Fluidität und binärer Ordnung einen Weg aus den familiären und gesellschaftlichen Zwängen sucht. (bm)