Wild wie die Wellen des Meeres

über «Wild wie die Wellen des Meeres» von Anna Stern

Die junge Ornithologin Ava Garcia fährt für ein Praktikum in den Nordwesten Schottlands. Ihre Reise ist zugleich auch eine Flucht. Sie sucht Distanz zu ihrem Geliebten Paul und zu ihrer eigenen Geschichte. Anna Stern erzählt vom Angelpunkt dieser Abreise aus in zwei Richtungen, zum einen vorwärts in die offene Zukunft, zum anderen zurück in die traumatische Kindheit. Ava findet sich in ihren komplizierten Erinnerungen nicht zurecht. Sah sie wirklich, was sie zu wissen glaubt? Diese Frage umkreist der Roman in einer Sprache, die selbst zur Sprachlosigkeit neigt und so die komplizierte Persönlichkeit Avas auf behutsame Weise aufhebt. (Beat Mazenauer in Viceversa 14, 2020)

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