Vroeling

über «Vroeling» von Dieter Zwicky

Auf das »Vaterbuch« Hihi – Mein argentinischer Vater (Wädenswil: pudelundpinscher, 2016) lässt Dieter Zwicky mit Vroeling ein »Mutterbuch« folgen: Listig dichtet er der Mutter eine polnische Kindheit in Zabriskie an, mit einem Halbonkel Mlido, dessen Hürdenlauf sie an den Olympischen Spielen von Melbourne verfolgt. Die Mutter erinnert sich, behauptet und erzählt, schluchzt, jauchzt, grinst und raucht. Zwischendurch sieht der Erzähler seine Großeltern in einem Coiffeursalon in Wabern. Wem das Lesen dieser schrägen Episoden und Sprachkapriolen zu viel abverlangt, kann dank der Hör-CD mit der Stimme des Autors in den irrwitzigen Zwicky-Sound eintauchen – Hören und Sehen vergeht einem so oder so. (Ruth Gantert in Viceversa 17, 2023)

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