Vivants

über Vivants von Francine Wohnlich

Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters verspürte Francine Wohnlich das Bedürfnis nach frischer Luftzufuhr, den Wunsch, »vom Lebensschwung der anderen mitgerissen zu werden«. Über ihren Freundeskreis sucht sie das Gespräch mit Menschen, die sie vorher nicht kannte. Einfühlsam erzählt sie die ihr anvertrauten Lebensgeschichten und formuliert gleichzeitig, was diese in ihr persönlich ausgelöst haben. Allen stellte sie beim Abschied die gleiche Frage: »Wann fühlst du dich am lebendigsten?«, wie wenn sie unbedingt hören müsste, woran man sich festhalten kann, um nicht sterben zu wollen. (Claudine Gaetzi in Viceversa 14, 2020. Übersetzung Ruth Gantert)

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