Tod in Genua

über Tod in Genua von Romana Ganzoni

Das Zürcher Paar Paul und Nina reist nach Genua an die Beerdigung von Pauls Tante Matilde, kurz nach dem erschütternden Einsturz der Morandi-Brücke. Der Roman spielt an einem Tag, wobei viele Rückblenden in die Vorgeschichte führen. Insgesamt vermag der Text nicht in jeder Hinsicht zu überzeugen, besticht aber mit unzähligen Details, mit Beschreibungen von Gegenständen oder psychologischen Finessen, mit denen die Autorin schon in ihren Kurzgeschichten brillierte. Die Fülle an Beobachtungen, Zitaten, Streitgesprächen, Liebesszenen, Düften, Bildern, Tönen, Anspielungen und Verbindungen spiegelt die beiden Protagonistinnen des Romans: Die Stadt Genua und ihre Bewohnerin Matilde, elegante und starke Schönheiten voller Widersprüche, der Vergänglichkeit unterworfen. (Martina Keller in Viceversa 14, 2020)

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