Giacometti hinkt

über Giacometti hinkt von Isolde Schaad

Isolde Schaads neuer Erzählband Giacometti hinkt untersucht menschliche Gangarten – wie wir durch die Welt hinken, schlurfen, marschieren, trampen und traben. So wird das vermeintlich Selbstverständlichste, Alltäglichste unter Schaads Blick zu einem gesellschaftlichen Symptom. Die Erzählungen sprühen nur so von Einfällen, Frechheit und Humor. Doch wie immer in Isolde Schaads Prosa liegt darunter eine harte Gesellschaftsanalyse. Mutig und widerständig nennt sie die Dinge beim Namen und wirft Fragen zu unserem Zusammenleben auf, die etwa so angenehm sind wie ein Hühnerauge am Fuss. (Christine Lötscher in Viceversa 14, 2020)

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