Balg

über Balg von Tabea Steiner

Die Literaturvermittlerin Tabea Steiner schildert in ihrem ersten Roman den Werdegang eines schwierigen Kindes im dörflichen Milieu. Sie reiht kurze, detailreiche Episoden aneinander, die alle im Präsens gehalten und aus den strikt subjektiven Perspektiven der Hauptfiguren erzählt sind. Mit kenntnisreicher Einfühlungsgabe zeigt sie, wie der junge Tunichtgut in immer unlösbarere Konflikte verstrickt wird, obwohl ihm eigentlich niemand Böses will. Wirklich als Mensch wahrgenommen wird er allerdings nur von einem alten Mann, der ihn vor dem endgültigen Absturz bewahrt. (Felix Schneider in Viceversa 14, 2020)

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