Selbsterkundung durch Schreiben. Neue Lyrik von Franz Dodel, Thomas Dütsch und Daniel Henseler

Indem er dichte, schreibt Franz Dodel, erkunde er sich schreibend selbst. Sein auf über 48'000 Zeilen angewachsenes Langpoem Nicht bei Trost zeugt davon. Tessitura ist der siebte Band überschrieben. Auch Thomas Dütsch und Daniel Henseler schreiben seit vielen Jahren Gedichte. Dütsch legt mit Zwischenhoch einen Band vor, der ganz auf das lyrische Ich fokussiert und die alltäglichen Routinen mit einer überzeugenden Bildsprache festhält. Henseler dagegen betreibt in ich mache mich aus dem staub (graffito) Gelegenheitsgedichte im besten Sinn: kurz und oft im Haiku-Format halten sie flüchtige Momente und Erscheinungen fest. (bm)

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