Tout est toujours beau

Von: Julia Weber, Übersetzung: Raphaëlle Lacord

Julia Webers erster Roman, Immer ist alles schön (Limmat Verlag, 2017), besticht durch seine Fähigkeit, eine schmerzhafte Geschichte auf einzigartige Weise zu erzählen: Die Innenwelt der Figuren erschliesst sich aus konkreten Bausteinen. Maria zieht ihre beiden Kinder Anaïs und Bruno allein auf. Sie liebt sie, hat aber Schwierigkeiten, mit den Zwängen des täglichen Lebens umzugehen. Sie trinkt, sie ist arbeitslos, sie tanzt, sie ist schön, sie ist auf der Suche nach Zärtlichkeit und Liebe. In einer sensiblen, von Raphaëlle Lacord stimmig wiedergegebenen Sprache, zeigt der Roman, wie heftig jede Romanfigur zwischen Wünschen, Hoffnungen, Vorstellungen und der Realität hin- und hergerissen ist. Im Interview spricht die Übersetzerin über ihre Arbeit mit den verschiedenen Realitätsebenen, die die Stärke des Romans ausmachen. (cg, Übers. rg)

*Tout est toujours beau* est un roman drôle et triste à la fois. Il raconte avec un humour tendre une histoire saisissante: une vie se brise contre un monde trop rangé et deux enfants tentent d’y opposer leur propre logique. Avec Bruno et Anaïs, Julia Weber offre à la littérature le duo bouleversant que forment un frère et une soeur. (Présentation du roman, éditions de l'Aire)