Tortues

Von: Bruno Pellegrino

In diesem Band mit neun sorgfältig aufgebauten und kombinierten Texten kreist Bruno Pellegrino um Fragen des Gedächtnisses und des Vergessens. Er schildert Ereignisse aus seinem eigenen Leben zurück, von der Kindheit bis zu beruflichen Erfahrungen, und verwebt dabei Erinnerungen und Gedanken, erkundet aufrichtig seine Ängste und Zweifel. Was bleibt von dem, was wir erleben? Wie entscheidet man, was man behält und was man wegwirft? Warum geschieht diese Auswahl manchmal ohne unser Zutun? Kann man den Spuren, die bleiben, trauen? Wie füllen wir die Lücken? Mit Tortues lässt uns Bruno Pellegrino an einem inneren Prozess teilhaben, bei dem die Verletzlichkeit des Gedächtnisses verbunden ist mit der «panischen Angst vor dem Verlust und der Besessenheit von der daraus enstehenden Erleichterung». (sb Übers. rg)

Enfant, le dimanche, Bruno Pellegrino se réveille tôt: il lui faut vider et reclasser son bureau. Dans le tiroir du bas: les objets à sauver le jour où la maison brûlera. Devenu adulte, il cherche toujours une issue entre la hantise de perdre et l'obsession de s'alléger, qu'il trie les archives d'une écrivaine décédée, se lance sur la piste d'une poétesse inconnue ou cherche à fixer un souvenir d'enfance. Des pages lumineuses sur notre besoin de conserver et le bonheur de lâcher du lest. Zoé