Séismes
Von: Jérôme Meizoz
- Zoé, Genève, 2013
Der Schriftsteller und Soziologe Jérôme Meizoz, Dozent an der Universität Lausanne, erzählt in Séismes (éditions Zoé) das Erwachen der Sinne und der Gefühle eines Knaben, dann eines Jugendlichen im Wallis der siebziger Jahre. Vierundzwanzig Erzählungen erstrecken sich über rund vierzig Jahre und evozieren in kondensierter Schreibweise das Ungesagte, die Gewalttätigkeit, das Geheimnis der menschlichen Beziehungen und der Sexualität. Jérôme Meizoz schafft damit eine der schönsten literarischen Zeugnisse einer Welt in Veränderung, des Dorfes, in dem seine Mutter sich getötet hat. Im Gespräch mit Christian Ciocca spricht er von seiner Faszination für das «ethnographische Schreiben», von seinen literarischen Vorbildern und seiner Arbeit an der Sprache. (cc, Übers. rg)