Matlosa
Von: Daniel Maggetti
- Zoé, Genève, 2023
In den 1930er-Jahren, als der Faschismus in Italien weit verbreitet war, reiste Cecchino – niemand anders als der Grossvater des Autors – mit seinem Sohn in den Tessin, um dort Arbeit zu suchen. Anhand den Erinnerungen seiner Mutter, aber auch umfangreicher Nachforschungen in Archiven geht Daniel Maggetti dem Leben seiner italienischen Vorfahren nach, die man im Tessin «matlosa» (Heimatlose) nannte. Gleich zu Beginn legt er sein Schreiben und seine Erzählhaltung dar und gibt Einsicht in die Entstehung des Berichts. Diese Herangehensweise verleiht dem dichten, interessanten Text eine spezielle Tiefe und Qualität. Das historische wie auch persönliche Porträt trägt den komplexen Lebensläufen Rechnung und zeigt, dass sie sich auf mannigfaltige Weise erzählen lassen, eng bei den Tatsachen bleibend oder mit ausschmückender Fantasie. (gm Übers. rg)