La Littérature «en personne»
Von: Jérôme Meizoz
- Slatkine («Erudition»), Genève, 2016
Der Autor und Soziologe Jérôme Meizoz versteht die Literatur nicht als unbeweglicher Korpus, sondern als Handlung. Diese Sichtweise zeigt er in La Littérature «en personne». Scène médiatique et formes d’incarnation, indem er die öffentlichen Auftritte der Autoren – der Körper als Teil des Werks – und auch aller Vertreter des Literaturbetriebs miteinbezieht: Leser, Bibliothekarinnen, Verleger, Buchhändlerinnen, Mediatoren, Journalistinnen usw. Klug und feinsinnig befasst Jérôme Meizoz sich mit zeitgenössischen Autoren (u.a. Michel Houellebecq, Noëlle Revaz, Slobodan Despot, Edouard Louis) und untersucht ihr Werk hinsichtlich der Wertvorstellungen, die ihm zugrunde liegen und die es propagiert. Es geht auch um kollektive Schreib- und Aufführpraktiken, die der «romantischen Ideologie des einsamen Genies» zuwiderlaufen und «die pluralistische Dimension des Schaffens» sichtbar machen. (mr, Übers. rg)