Ilaria
Von: Gabriella Zalapì
- Zoé, Genève, 2024
An einem Maitag im Jahr 1980 hängt die achtjährige Ilaria kopfüber von der Teppichstange des Schulhofs und wartet so, in ihrer Lieblingsposition, auf ihre Schwester Ana, mit der sie wie gewohnt nach der Schule nach Hause zurückkehren soll. Aber diesmal kommt nicht Ana sie abholen, sondern ihr Vater. Im Mai 1982 turnt die zehnjährige Ilaria wieder nach der Schule an der Teppichstange und wartet kopfüberhängend auf ihre Schwester. Diesmal kommt tatsächlich Ana. Zwischen den beiden Szenen, dem Anfang und dem Ende des neuen Buchs von Gabriella Zalapì, erlebt Ilaria zwei in Klammern gesetzte, über dem Abgrund schwebende Jahre, aber auch zwei Jahre voller Begegnungen und Erfahrungen, die tiefe Spuren im Kind hinterlassen – wie auch in den Leserinnen und Lesern dieses grossartigen Berichts mit seiner dichten und faszinierenden Stimmung. (ub Übers. rg)