Haut Val des loups
Von: Jérôme Meizoz
- Zoé, Carouge-Genève, 2015
Der erste Roman von Jérôme Meizoz wirft neues Licht auf die Ideale und Kämpfe der Generation nach Mai 1968, weiterhin engagiert im Wallis trotz der hasserfüllten Gewalttat, die 1991 gegen einen Umweltaktivisten verübt wurde. Dieser nie aufgeklärten Rechtssache gibt Anlass zu einer literarischen Fiktion, zusammengesetzt aus Splittern von kollektivem und persönlichem Gedächtnis. Meizoz leiht seine melancholische Stimme einer Gegenkultur, erdrückt vom Konformismus des Immobilienmarkts und des Fortschrittsglaubens. Häufig in satirischer Form kreist die Fiktion um Sackgassen, in denen sich die Utopie verrannte, und doch verzweifelt sie nicht gänzlich an der Kraft der Literatur, schafft diese es doch auf den Spuren von Maurice Chappaz, Jean-Marc Lovay und Raymond Farquet, die Welt zu bezaubern. (cc, Übers. rg)