Faire le garçon
Von: Jérôme Meizoz
- Zoé, Carouge-Genève, 2017
Jérôme Meizoz setzt sein mit Sésismes begonnenes autobiografisches Unterfangen fort und mischt dabei Literatur und Soziologie, «Untersuchung» und «Roman» um einem Mythos auf den Grund zu gehen, der Entstehungsgeschichte eines Jungen. Dabei zeigt er auf, dass Männlichkeit eine soziale Anforderung ist, die keine Männer schafft, sondern Individuen zerstört. Meizoz’ Junge ist ein freies, hybrides Wesen, das untrennbar mit seinem weiblichen und animalischen Anteil verbunden ist. Er präsentiert von aufopfernder, erlösender Liebe geprägte, funkelnde Momente reiner Poesie. (mb, Übers. rg)