Das Ende der Schonzeit

Von: Werner Rohner

Werner Rohner erzählt die Geschichte von Joris, einem jungen Fotografen, der 2010 nach einem längeren Aufenthalt in Wien, später in Berlin wieder nach Zürich zurückkehrt, um beim Fernsehen eine neue Stelle anzutreten. Konfrontiert mit einem Foto seines Vaters, den er nie gekannt hat, und dem frühen Tod seiner Mutter, kann er den Fragen nach seiner Herkunft nicht länger ausweichen.
In seinem Debüt gelingt es Werner Rohner, 1975 in Zürich geboren und Absolvent des Schweizerischen Literaturinstituts, die alten Fragen nach den eigenen Wurzeln zu stellen, die Sehnsucht nach geregelten (Familien-)Verhältnissen zu thematisieren, ebenso wie das Leiden, wenn diese scheitern. Gekonnt erzählt er vom Ende der Schonzeit auf verschiedenen Ebenen. (lst)

Das Ende der Schonzeit
In seinem klug komponierten Debütroman erzählt Werner Rohner die Geschichte eines jungen Mannes, der in seine Heimatstadt zurückkehrt. Dort holen Joris die Erinnerungen ein: an den Krebstod seiner Mutter zehn Jahre zuvor, an das Versprechen, ihr beim Sterben zu helfen, aber auch an seine Beziehung in Wien, in die er sich stattdessen geflüchtet hatte. In Zürich beginnt für ihn ein neues Kapitel. Am Abend seines ersten Arbeitstages beim Fernsehen stösst er in der Zeitung auf das Foto eines Mannes, den er nicht kennt, jedoch sofort erkennt, so ähnlich sieht er ihm: sein Vater. Als sich die beiden Männer schliesslich treffen, erfährt Joris, dass nicht nur er, sondern auch seine Mutter im politischen Untergrund aktiv gewesen war. Diese Begegnung zwingt ihn, sein eigenes Leben und das der Mutter neu zu begreifen. Mit einer lebendigen Sprache dringt der Roman in Bereiche vor, in denen das Politische und das Private nicht mehr voneinander zu trennen sind. (Buchpräsentation Lenos Verlag)

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