Dans la ville provisoire
Von: Bruno Pellegrino
- Zoé, Genève, 2021
Ein junger Mann wird in eine von Wasser umgebene Stadt geschickt, um eine Bestandsaufnahme der Habseligkeiten einer bedeutenden, am Ende ihres Lebens angekommenen Übersetzerin zu errichten. Aber in dieser «provisorischen» Stadt, in der alles im Fluss und nichts unveränderlich erscheint, laufen die von der Übersetzerin hinterlassenen Spuren Gefahr, vom nächsten Acqua alta weggespült zu werden. Pellegrinos originelle und brillante Sprache kleidet Venedig in matte Töne, wie wenn das frühere, farbenfrohes Bild sich im überall eindringenden Wasser aufgelöst hätte. So zeigt Dans la ville provisoire die fragile Schönheit der menschlichen Hinterlassenschaft, den allmählichen Verfall der Dinge unter dem Zahn der Zeit. (lt Übers. rg)