Confessions à un ficus
Von: Catherine Logean
- L'Arbre vengeur, Bordeaux, 2022
Der Ich-Erzähler in Catherine Logeans Debütroman Confessions à un ficus, Geoffroy Despond, glaubt, er sei daran gescheitert, seinem «Leben einen einigermassen zufriedenstellenden oder vernünftigen Verlauf zu geben». Mit kritischem Blick sieht er die Welt und vor allem die Sprache, genauer gesagt den seltsamen Jargon der Manager des Verpackungsunternehmens, in dem er arbeitet, und die verqueren Anweisungen der Regisseurin, die ihn für ein Stück angeheurt hat, dessen Handlung niemand versteht. Wird er sich aus seinem Unwohlsein befreien können, indem er mit einem Ficus spricht? Humorvoll und meisterhaft wirft die Erzählung Fragen auf, die tiefsinniger sind, als es zunächst erscheinen könnte. (cg Übers. rg)