Argéman
Von: Fabio Pusterla
- Marcos y Marcos, Milano, 2014
«[...] un cammino che continua tuttavia» («ein Weg, der gleichwohl weiterführt»): so liesse sich der neueste Band Argéman («Schneezunge») von Fabio Pusterla zusammenfassen. Ein (ge)wichtiges Buch von über 220 Seiten, das jedoch von einem Missbehagen zeugt, wie es in einer neuen, noch unbewältigten Lage entstehen mag: «Einmal war alles schwieriger [...] / Jetzt sieht man vielleicht in meinen Augen / [...] eine fast gemeine Müdigkeit, / einen Schimmer Harmonie». In gewissem Sinne handelt es sich also um ein Übergangsbuch, wenn auch «typisch Pusterla», angefangen bei seinem dunkeln, mehrdeutigen Titel, der Überbleibsel, Widerstände und Grenzen in sich trägt. Fabio Pusterla spricht mit Yari Bernasconi über den Titel, die Textauswahl und über Widerständliches im Band und in seiner Rezeption. Im Übrigen ist die Leserschaft einmal mehr dazu angehalten, Verantwortung zu übernehmen: «Nein. Nein ihr Lieben, / Dies ist nicht lediglich Privatsache». (yb, Übers. rg)