Antonia
Von: Gabriella Zalapì
- Zoé, Carouge-Genève, 2019
Antonia, Journal 1965 - 1966, ist der erste Roman der bildenden Künstlerin Gabriella Zalapì. Das fiktive Tagebuch einer Frau und Mutter aus grossbürgerlichem Milieu in Palermo gibt einen Einblick in Antonias Alltag. Nach dem Tod ihrer Grossmutter beschäftigt sie sich desorientiert mit dem Nachlass. Beim Öffnen der Kisten beginnt eine Rückeroberung ihres eigenen Gedächtnisses, was sie schliesslich dazu befähigt, die zeitbedingten Zwänge ihrer weiblichen Existenz abzustreifen. Kraftvoll verbindet der Roman die Nebelschwaden der Erinnerung mit der energischen Wut der Emanzipation. (Aurélien Maignant in Viceversa 14, 2020. Übersetzung Ruth Gantert)