Werner Rohners zweiter Roman präsentiert sich in drei Teilen, von denen jeder nach einer Frauenfigur benannt ist: Edith, Vera und Lena. Die drei Frauen sind als Mütter und als Partnerinnen in schwierige Liebesbeziehungen verstrickt. Edith kehrt nach einem Jahr, das sie mit ihrem viel jüngeren Freund in Marokko verbrachte, zurück nach Zürich zu Sohn und Enkelkind, Vera kann sich nicht zwischen dem Vater ihres Kindes und der Geliebten Nathalie entscheiden, und Lena verlässt vorübergehend Mann und Kinder und zieht zu ihrem besten Freund. Wer sich im langen Mittelteil fragt, wie ein Autor so eingehend Schwangerschaft, Geburt und eine lesbische Liebesbeziehung beschreiben kann, sagt sich am Schluss mit Lena: «Ich weiss jetzt nur, dass alles möglich ist». (Ruth Gantert in Viceversa 15, 2021)