Une rencontre à Pékin

über Une rencontre à Pékin von Jean François Billeter

Der Sinologe und Essayist Jean François Billeter verfasste die beiden Bücher nach dem Tod seiner Frau Wen. In Une autre Aurélia, dessen Titel auf Gérard de Nerval anspielt, sieht er das Sprechen von dieser persönlichen Tragödie als Weg zu einer gemeinsamen Erkenntnis. Im Tagebuch, das er von 2012 bis 2015 führt, will er nicht die Trauer, sondern »den Übergang von einem Glück zum anderen« beschreiben – »von demjenigen, mit Wen zu leben zu dem, mit ihr gelebt zu haben«. Dies gelingt ihm, auch wenn er immer wieder von Trauer überwältigt wird, was er nicht verbirgt. Wens Gegenwart zu spüren, statt unter ihrer Abwesenheit zu leiden – dieser Wunsch ließ ihn wohl auch Une rencontre à Pékin schreiben, in dem er sich an seine Studien erinnert, die er kurz vor der Kulturrevolution in China begonnen hatte, und vor allem an die faszinierenden Umstände, die zu seiner Heirat mit Wen führten. (Claudine Gaetzi in Viceversa 12, Übers. rg)

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