Mit ihrem ersten Lyrikband präsentiert die Unterengadinerin indischen Ursprungs eine Vielfalt an Gedichten, die unter anderem vom Wind, von den Feen, von den Sternen und vom Muttersein erzählen. Im zweisprachigen Buch, deutsch-vallader, macht sich ein lyrisches Ich auf die Suche nach seinen Wurzeln. So beispielsweise «Mein Name ist ein Land»: «Ich bin die eine und die andere.» / «Eu sun quista e l’otra.» Diese Suche findet oftmals im Dialog mit einem Du statt. Ein anderes Leitmotiv verrät der Titel des Lyrikbandes und betrifft Zwischenräume, fließende Grenzen: «In der letzten Stunde der Nacht/ wohnt die Ewigkeit» / «Ill’ultim’ura da la not / abita l’eternità»; es ist die Stunde der Tiefe, der Träume und der Poesie. Begleitet wird die Gedichtsammlung von einem erläuternden Nachwort der Herausgeberin Mevina Puorger. (Valeria Martina Badilatti in Viceversa 11, 2017)