Récits d'Helvétie

über Récits d'Helvétie von Rafik Ben Salah

Die zehn Erzählungen des Bandes verblüffen durch ihre Vielfalt. Es sind unabhängige Texte, die sich in der Form, im Ton und in den Figuren vollkommen unterscheiden. Einziger gemeinsamer Nenner ist der autobiografische Stoff. Obwohl einige der Titel die spielerische Art Ben Salahs bereits ankündigen, zeigt sich nur bei der vollständigen Lektüre des Buches die Bandbreite der Textsorten und der Experimentierfreudigkeit des Erzählers. Dieser wechselt ohne Weiteres von der ersten zur dritten Person, vom Märchen über das Tagebuch bis zum Slam, nicht ohne lyrische oder gar epische Zwischenstationen. So präsentiert der Band neben interessanten Geschichten auch eine einladende Galerie der literarischen Formen. (Renato Weber in Viceversa 14, 2020. Übersetzung Ruth Gantert)

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