Bücher und Backsteine haben die gleiche Form, und mit beiden beschäftigt sich der siebzehnjährige Ich-Erzähler, der von seiner Maurerlehre im Langental der 80er-Jahre berichtet. Er liest Romane, um die Gymnasiastin Laurence zu beeindrucken, und Gedichte, die ihm der spanische Maurer Primitivo empfiehlt. Kurz vor der Pensionierung stirbt Primitivo bei einem unglücklichen Arbeitsunfall – aber gibt es glückliche Unfälle? Oder hat es etwa damit zu tun, dass Primitivo in Uruguay dem deutschen Naziverbrecher Mengele begegnet ist? Pedro Lenz’ Entwicklungsroman entlarvt Floskeln und Vorurteile und setzt ihnen die lebendige Mundart entgegen. (Ruth Gantert in Viceversa 15, 2021)