Artikel auch auf: Französisch

Prendre l'eau

über Prendre l'eau von Julien Burri

Der See mit seiner glitzernden Wasseroberfläche, seiner unergründlichen Tiefe. Ein schrecklicher Unfall: Eine junge Frau stirbt beim Schwimmen im See mit ihrem Freund, als ihre Beine in die Schiffsschraube eines Bootes geraten; der Steuermann flieht. Nacheinander folgt man der Sichtweise von fünf verschiedene Personen. Doch während die unfassbare Poesie des Sees in den Beschreibungen wunderbar prösent ist, vermögen die Geschehnisse nicht zu überzeugen. Die Figuren bleiben in einer Welt gefangen, in der es nur gut oder böse gibt und sind voller Klischees gezeichnet – mit Ausnahme von Madame, deren Welt ebenso irreal und faszinierend scheint wir die glänzende Oberfläche des Genfersees. (Claudine Gaetzi)

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