Eine Frau holt Säcke voller Sand vom Meer, um ihren toten Mann zu begraben. Was eine romantische Abschiedsgeste sein könnte, entpuppt sich als Racheakt in einem von tiefer Abneigung bestimmten Kammerspiel. Marta, die zweifelhafte Heldin dieser Szenerie, hat immer die falsche Abzweigung genommen und sich so an den neurotischen und missmutigen Einzelgänger Arthur gefesselt. Katja Schönherr entwirft in ihrem Debütroman die Geschichte einer Beziehung, die von Feindseligkeiten, Täuschmanövern und einem wachsenden Wahnsinn geprägt ist. In klaren Sätzen, kalten Dialogen und mit einem grossen Gespür für schicksalhafte Konstellationen erzählt sie das Leben eines Paares, das besser nicht zusammengeblieben wäre. (Lisa Gnirss in Viceversa 14, 2020)