Loin de Douala

über Loin de Douala von Max Lobe

In Loin de Douala beobachtet Max Lobe sein Land nicht mehr aus der Ferne, vom Standpunkt des Exilanten oder mithilfe von Reiseeindrücken. Er taucht in das brodelnde Leben Kameruns ein, um die Beweggründe der jungen Leute zu verstehen, die nur eines wollen: boza – weggehen um jeden Preis.
Der Bruder des Erzählers hat sich davongemacht um seinen Traum zu verwirklichen und Fussballer zu werden. Auf der Suche nach ihm fährt der Erzähler durch Kamerun Richtung Norden. Über grandiose Ereignisse und Begegnungen mit Schlitzohren zeigt dieser verzauberte Road Trip ein Volk, das die Theatralik liebt und das wie eine grosse Familie zusammenhält. Woher kommt der Wille, es zu verlassen?
Die Erzählung bleibt bei der Sittenkomödie, doch am Ende zeichnet sich bei der Ankunft in einer von Boko Haram kontrollierten Zone eine Antwort ab. Im Süden, wo eine Mutter ihren verfluchten Sohn im Namen Jesus’ schlägt, wie im Norden der Terroristen im Namen Allahs, ist es die Religion, die das schöne Land vergiftet. (Marianne Brun, Übersetzung Ruth Gantert, cf. Viceversa 13)

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