Joanna Lisiaks Gedichtband Links wenn sie träumt überrascht durch seinen Formenreichtum, seine vielen Perspektiven und sprachlichen Erfindungen. Die Autorin zielt nicht auf die konzise Formulierung, lieber reichert sie aus der Optik eines lyrischen Ichs Eindrücke an, gibt neue Ideen dazu, weitet die Blicke und zitiert Lektüren heran. Dabei werden Worte gewendet und gedreht, Mehrdeutigkeiten erprobt und unterschiedliche Lesarten akkurat und bewusst gesetzt. Vor allem die zuweilen gewagten Verknüpfungen und Zusammenfügungen verleihen dieser Lyrik ein ganz und gar eigenwilliges Gepräge. (Beat Mazenauer in viceversaliteratur.ch und Viceversa 11, 2017)