Parricides (Elternmorde), dieser düstere Titel, der an einen Kriminalroman denken lässt, wird seinen Sinn erst am Schluss zu erkennen geben. Mit feiner Präzision entwirft die Autorin die Geschichte ihrer Figuren auf einem stark symbolischen Hintergrund, und fordert ihre Leserinnen und Leser mit Wortspielen und anderen stilistischen Besonderheiten. Alle Symbole der Geschichte deuten auf eine schwierige Beziehung zu den Eltern hin, wobei es vor allem um das Verlassenwerden geht zwischen einer von Sorgen gequälten Mutter und einem hochbegabten Jungen, der sich schlecht in die Gesellschaft einfügt. Dies alles fügt sich in den Rahmen eines Spielfeldes: es geht um Schach. (Festa Camaj)