Das Schreiben ermögliche es, «die funkelnden Winkel des Lebens» zu erreichen – nach einem Zitat von Handke, das Cennamos sechstem Band vorangestellt ist. Auf dieser Suche schwankt der Dichter zwischen der verzückten Betrachtung dessen, was sich ihm darbietet, und der Sehnsucht nach dem, was er verloren fühlt. Glasklar tauchen nie dagewesene Bilder auf; ernst und gleichzeitig spielerisch lassen sie schlichte Dinge und große Vorbilder, Volkskultur und klassische Bezüge aufeinandertreffen. Diese nie belanglosen Gedichte ergreifen mit ihrer Fragilität, überzeugen durch ihre Präzision und leuchten in einem manchmal dunkeln Glanz. (Claudine Gaetzi in Viceversa 12, Übers. rg)