In knappen, klangvollen Versen, frei von Interpunktion und Majuskeln, evoziert der zweite Gedichtband der Unterengadiner Künstlerin und Dichterin eine Berglandschaft mit ihren Flüssen und Farben. Die Gedichte in subtilem, feinsinnigem Vallader schaffen nicht nur schöne Metaphern und stimmige Atmosphären, sondern auch Verbindungen zwischen dem lyrischen Ich und einer teils mystischen, teils realen Welt. Dabei tauchen stets zwei wichtige Elemente auf: die Natur als treue, wissende Gefährtin und das Blau in seinen verschiedensten Facetten, sei es als Himmel oder Wasser. Ein informatives Nachwort der Verlegerin beschließt den Band, auf dessen Cover ein (natürlich blauer) Collage-Ausschnitt von Tina Planta-Vital zu sehen ist. (Valeria Martina Badilatti in Viceversa 14, 2020)