Ein Dichter sitzt in der französischen Provinz fest, ein Schmerz in der Hüfte behindert ihn. So sitzt er im Wintergarten, schaut auf die Schafe, die Hühner und den Pfau, liest Gedichte und hängt seinen sinistren Gedanken nach. Mehr und mehr steigert er sich in «eine glühend heisse wut» über den Zustand der Welt. Aus dieser Konstellation hat Levin Westermann in farbe komma dunkel ein lyrisches Selbstgespräch von hypnotischer Kraft geformt. So betrüblich das Fazit des Dichters ist, so beglückend liest sich sein Gedicht. (Beat Mazenauer in Viceversa 16, 2022)