Lydia Welti-Escher, die reiche Erbin Alfred Eschers, lebt mit ihrem Mann, dem Bundesratssohn Friedrich Emil Welti, im Zürcher Anwesen Belvoir. Der Maler Karl Stauffer erhält den Auftrag, die junge Frau zu porträtieren. Das Ehepaar zieht mit dem Freund nach Florenz, von wo aus Maler und Modell zusammen nach Rom fliehen. Lydias einflussreicher Schwiegervater lässt Stauffer verhaften und dessen Geliebte im Irrenhaus internieren. Es kommt zur Scheidung, Stauffer nimmt sich das Leben und Lydia Welti-Escher folgt ihm 1891 in den Tod. Hartmann erzählt die gut recherchierte Geschichte aus der Sicht des Dienstmädchens Luise. Der frische, interessante Blickwinkel zwingt die Erzählung zu einigen Verrenkungen, damit sie glaubhaft bleibt. (Ruth Gantert in Viceversa 13, 2019)