Nach Lieber Niels und Die strengen Frauen von Rosa Salva verlässt Matthias Zschokke die Form des «Mailromans» und findet zu einer neuen Erzählweise, die im Wechsel zwischen der ersten und der dritten Person verschiedene Genres vereint. Gedichtzeilen, essayistische Betrachtungen, kurze Stadt- und Naturszenen finden sich ebenso wie Mails, Postkarten, Gespräche und ein Theaterstück. Das Buch kreist in unaufgeregtem Ton um den Tod, den Zerfall des eigenen Körpers, das Scheitern der Freundschaften und der Pläne, den sozialen und finanziellen Abstieg – und bringt einen nicht selten zum Lachen. Von Neuem bezaubert Zschokke mit sprunghaft-nachdenklichen Sätzen und einem ironisch-skurrilen Blick auf die Welt und das Leben. (Ruth Gantert in Viceversa Literatur 11, 2017)