Wie in einer grotesken Polonaise rund um das Thema Tod treten die Texte von Guy Poitry in einen Dialog mit den Zeichnungen von Albertine.
Mit ihrem klaren Strich und ihrer Schwarz-Weiss-Palette zieht Albertine uns in einen Fastnachtsumzug. Ihre Chimären-Sarabande vermischt mexikanische oder barocke Grabobjekte, makabre Inschriften oder ätherische Geister. Der Tod erscheint als ein Flechtwerk aus Lässigkeit und Schrecken.
Mit der Ironie der Moralisten aus dem Zeitalter Ludwigs XIV. sind Guy Poitrys Texte schneidend wie ein Fallbeil. Man hat vergessen, dass der Tod Teil des Lebens ist. Aber Achtung: Er ist immer noch da, meldet sich zu Wort und fordert seine Zeit und Macht. Heimtückisch ist er sogar zur Empathie mit dem Elend der Welt fähig. (Marianne Brun, Übersetzung Ruth Gantert, vgl. auch Viceversa 13)