Das Observatorium

über Das Observatorium von Bettina Wohlfender

Zwei Frauen halten einen Vulkan unter Beobachtung. Unter ihren Füssen brodelt und dampft die Erde. Birke und die Ich-Erzählerin messen, notieren, dokumentieren und archivieren – doch für wen und wozu? Das Observatorium erzählt von Beobachtungen in einer irreal leeren Topographie, die zuweilen an die Szenerien Becketts denken lässt. Es geschieht wenig darin, umso mehr achtet die Autorin auf die Sprache, die Stilwillen und Präzision verrät. Das Flirren und Brodeln der vulkanischen Umgebung findet sich kunstvoll in ihrer Prosa aufgehoben. Es geht allein ums Sehen – und darum, dass der eigene Geist «wild» bleibt, und frei. (bm)

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