Dieses Buch der Listen heißt so, weil der Autor Stepptanz lernen und Ornithologie studieren wollte, es aber aufgab. Mit Untertiteln und im Stil beruft er sich auf Sei Shōnagons Kopfkissenbuch. Doch er schafft seine eigene Welt, dank einer persönlichen Vorgehensweise: Die Anhäufung der behandelten Themen wechselt zwischen einer realistischen Art, das Inventar bestimmter Objekte zu erstellen, und dem subjektiven Beifügen von Gedanken, Anekdoten, Erinnerungen und Gefühlen. Das Buch lässt einen schwindlig werden, denn die Aufzählungskriterien scheinen sich bis ins Unendliche zu vervielfachen, sodass uns das bald euphorische, bald melancholische Vergnügen der Listen packt. (Claudine Gaetzi in Viceversa 13, 2019. Übersetzung Ruth Gantert)