La Revue de Belles-Lettres fait peau neuve

Compte-rendu

Mit einem neuen Layout hat die Revue de Belles-Lettres seine Verwandlung vollendet. Das neue Redaktionskomitee unter der Leitung von Marion Graf gewährleistet die Kontinuität der ältesten Literaturzeitschrift der Romandie, die 1864 erstmals erschien. Seit vielen Jahrzehnten strebt man neben der regionalen Ausrichtung auch eine Öffnung gegenüber frankophoner und anderer Literatur an. Das Inhaltsverzeichnis unterstreicht diese Haltung durch eine zweisprachige Ausgabe von zwanzig Jungen Dichtern aus fünf Kontinenten. Das Dossier erteilt zwei grossen Figuren das Wort: Hilde Domin und Paul Celan. Zwei sehr unterschiedliche Parcours zeichnen sich bei diesen zwei jüdischen Dichtern im Umgang mit (oder gegen) der durch den Nazismus entgleisten deutschen Sprache ab. In der Rubrik Tracés unterhält sich schliesslich David Collin frei mit den geisterhaften Figuren von Jacques Roman. ein Gedicht Avec les ombres führt eine Suche fort, die der ursprünglich aus der Drôme stammende, aber schon lange in der Romandie lebende Schauspieler dicht mit seiner Theater-tätigkeit verbindet. Die Phantome von Roman laden uns wie ein Fährmann dazu ein, «die Grenzen des Todes zu überqueren, nicht als Entsagung des Lebens, sondern als Hingabe ans Leben» (nach Christian Ciocca).

La Revue de Belles-Lettres fait peau neuve

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