Éditions originales
Suisse romande – quelles sont les nouvelles maisons littéraires ?
Die Buchbranche in der Schweiz ist in der Krise und die kleinen, unabhängigen Schweizer Verlage kämpfen ums Überleben. Die Kulturbotschaft 2016-2019 des Bundesamts für Kultur sieht eine Verlagsförderung vor. Die Schweiz kennt grosse historisch gewachsene Verlagshäuser – aber gerade in letzter Zeit entstanden auch viele kleine Verlage, häufig von einer einzigen Person betrieben, alleine oder mit wenigen MitarbeiterInnen. Im Literaturmuseum Strauhof in Zürich präsentieren sich noch bis im Mai dreissig unabhängige Deutschschweizer Verlage mit dem Programm Publishers in Residence.
Und wie heissen die Neuankömmlinge in der Westschweiz? Die erste Ausgabe des Salon des petits éditeurs versammelte im Oktober 2014 etwa fünfzehn Verlage, vor allem aus Genf. In Zusammenarbeit mit der Zeitung Le Persil stellen wir zwölf Verlagshäuser vor, die nach 2000 gegründet wurden. Ihre fantasievollen Namen lassen bereits das farbige Panorama der Westschweizer Verlagswelt erstehen: Olivier Morattel, Hélice Hélas, Les Sauvages, Encre fraîche, Le Miel de l’Ours, La Vachette alternative, Faim de siècle & Cousu mouche, Paulette, Le Cadratin, Autre part, Xenia et BSN Press. Alle Gesprächsporträts von Vincent Yersin et Daniel Vuataz erschienen in Le Persil im September 2013. Den Anfang macht das «Blitz-Interview» mit Olivier Morattel, nach dem Editorial der Originalausgabe.
Sieben weitere Verlage werden im März 2015 in Le Persil vorgestellt: Torticolis et Frères, Art & Fiction, Héros-Limite, La Baconnière, Pierre Philippe, Le Renard par la queue und die Editions Stentor.