Wo geht das Licht hin, wenn der Tag vergangen ist
Von: Nadine Olonetzky
- S. Fischer, Frankfurt a. M., 2024
Nadine Olonetzky rekonstruiert in Wo geht das Licht hin, wenn der Tag vergangen ist die verdrängte Familiengeschichte ihres jüdischen Vaters. Sie entdeckt, dass er und seine Geschwister über 20 Jahre um Entschädigung für NS-Unrecht kämpften – ein zermürbender Prozess voller bürokratischer Hürden. Olonetzky litt in ihrer Jugend unter dem Schweigen des Vaters, doch ihre Spurensuche bringt ihr Trost. Das Buch verknüpft persönliche Erinnerungen mit historischer Aufarbeitung und schlägt eine Brücke zur Gegenwart, indem es die Nachwirkungen der Schoah sowie aktuelle Fluchtbewegungen reflektiert. (phr)