Wir kennen uns doch kaum

Von: Max Küng

Max Küngs Kolumnen im «Tages Anzeiger Magazin» sind Kult. Jetzt schreibt der Reporter und Kolumnist seinen ersten Roman: eine Liebesgeschichte, seine Liebesgeschichte. Wir kennen uns doch kaum erzählt, wie Küng (genannt Moritz) seine Frau (Meta) kennen und lieben lernt – per E-Mail und SMS, vorerst ohne sie persönlich zu treffen. Die langsame Annäherung zwischen den beiden ist im typischen Küng-Stil erzählt – nüchtern, prägnant und direkt. Weniger fesselnd sind hingegen die Alltagszenen mit dem Freund Klumpen und andern Saufkumpanen – auf diese mühsamen Umwege würde man in der Fortsetzung gerne verzichten. (th)

Wir kennen uns doch kaum
Moritz schreibt Meta. Meta schreibt zurück. So geht das, monatelang. Aber es ist kompliziert. Sie lebt nicht allein und in Berlin. Er in einer kleinen Stadt in der Schweiz. Nie sehen sie sich. Nie hören sie ihre Stimmen. Irgendwann fangen sie an, sich SMS zu schreiben, in einem Monat 837 Stück. Es genügt. Ein Jahr später hat Moritz in Berlin zu tun. Er nimmt ein Hotelzimmer, schickt ihr eine SMS mit der Zimmernummer: «2307». Eine halbe Stunde später klopft es an der Tür. Er öffnet. Sie sind wie gelähmt. Irgendwann sagt er: «Weißt du was? Wir fangen nochmal vorne an.» Die Geschichte ihrer Liebe erzählt dieses Buch. (Buchpräsentation Rowohlt Verlag)

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