Wilde Tiere

Von: Markus Bundi

Der Roman Wilde Tiere kokettiert mit dem modischen Krimigenre. Im Kunstmuseum soll eine Tote in der Herrentoilette gefunden worden sein. Genaues wissen weder der betagte Museumsbesucher Assinger noch die Putzkraft Hanni oder der Museumswärter. Wechselweise plaudern sie über ihr Metier und ihre Marotten, tratschen über die anderen und mutmassen über mögliche Motive für einen Mord an der Direktorin. Zur Klärung des Falles mag ihr Gerede nichts beitragen, doch Markus Bundi ist damit ein kleiner feiner Roman voll gewitzter Beobachtungen gelungen. (bm)

Eines Morgens steht die Polizei im Museum. Allem Anschein nach ist ein Kapitalverbrechen verübt worden. Julius Assinger, einer der Besucher, glaubt sogleich an den großen Kunstraub. Schnell aber macht das Gerücht von einem Mord in der Herrentoilette die Runde: Die Direktorin habe es erwischt. Odradek, der Museumswärter, fühlt sich in die Vergangenheit zurückversetzt und bangt um seine Existenz. Hanni, eine der Frauen aus der Putzkolonne, wittert ihrerseits ein hausgemachtes Komplott. Drei Figuren, drei Stimmen, je in ihren eigenen Vorstellungen gefangen. Im Blick Wert und Schöpfung, Wirklichkeit und Selbsttäuschung, Intrige und Zuneigung. Sich einen Reim auf die Dinge machen, auf das Leben, darum geht’s – um die hehre Kunst, im Bild zu bleiben. Und wie nebenbei wird ein historisches Verbrechen aufgeklärt, das zunächst niemand auf dem Schirm hatte. (Septime Verlag)

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