Wilde Manöver

Von: Judith Keller

Zwei Frauen treiben im Sommer 2025 in Zürich ihr Unwesen. Sie entführen Gipsskulpturen aus Gärten und entwenden Autos aus Parkhäusern. Dann wird die eine von ihnen inhaftiert und einem Kommissar vorgeführt, der sie verhört. Auf die präzisen Fragen antwortet sie jedoch mit poetischen Antworten und behindert so eine Klärung des Falls. Jahrzehnte später sorgt das Protokoll dieser Vernehmung für Aufsehen, weil es Vorgänge in der Zukunft erklären soll. Selbst eine kurze Beschreibung von Judith Kellers schelmischem Roman Wilde Manöver entzieht sich der gewohnten Logik. Er stellt viele Fragen, auf die es keine Antworten gibt, nur weitere Fragen. (bm)

Große Veränderungen geschehen unbemerkt: Furchtlos und mitreißend originell erzählt Judith Keller vom Ausbruch aus dem Bestehenden, der poetischen Weltverwandlung. Es ist ein wild funkelnder Roman von der Freundschaft zweier Frauen, die etwas Neues anfangen wollen. Wie aber fängt man Neues an? Da ist etwas geschehen in einem Einkaufszentrum in der Nähe von Zürich. An einem lauen Sommerabend wird aus dem Parkhaus ein Lieferwagen entwendet, womöglich ein Drogengeschäft? Zwei junge Frauen, Vera und Peli, werden verdächtigt, doch das Verhör bringt kein Licht in die Sache, im Gegenteil: Eine Meerjungfrauenstatue im Pool, kreisförmig angeordnete Fahrräder auf den Zuggleisen, die Entführung eines Pferdes – es scheint, als hätten Vera und Peli eine ganze Reihe von Verbrechen begangen, eines unwahrscheinlicher als das andere. Die abenteuerliche Suche nach dem Zusammenhang beginnt, durch die Nacht und die Stadt, und mit ihr eine aberwitzige Erkundung unserer sich verflüchtigenden Gegenwart. (Luchterhand Literaturverlag)

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