Wie ich auf die Welt kam
Von: Irena Brežná
- Rotpunktverlag, Zürich, 2018
«Denke, was du willst, aber sag es nicht.» Das mütterliche Verbot machte aus Irena Brežná eine Schreibende, eine engagierte Reporterin und Autorin, die ihre Texte als ein «Aufbäumen gegen das Gebot des Schweigens und des Nichthandelns» versteht. So beginnt ihre Erzählung, die sich von 1968 bis 2018 erstreckt, mit dem Prager Frühling und endet mit den Protesten im Frühling dieses Jahres, als in der Slowakei zehntausend Demonstranten für die Aufklärung eines Journalistenmordes und gegen die Korruption der Regierung auf die Strasse gingen. Anhand von Reportagen und Essays bietet der Band eine packende Lebensreise, einen Blick auf Osteuropa und vergessene Kriegsgebiete, verbunden mit der eigenen Suche nach Identität und Halt, mit der Forderung nach Gerechtigkeit und Respekt der Menschenrechte. (nf)