Wie es endet

Von: Michèle Minelli

In Wie es endet entflieht der Cutter Thierry zusammen mit seiner Frau Vanessa, einer berühmten Schauspielerin, der gemeinsamen Tochter Evie sowie dem Familienkater Pizza in einem luxuriösen Ferienresort in den Bergen dem Alltag. Sie machen es sich in ihrem Chalet gemütlich. Es ist fast zu schön, um wahr zu sein: Schnell wird offensichtlich, dass Thierry vielmehr der Realität entflieht und ein grausames Schicksal, an dem er zerbricht, zu verdrängen versucht. Michèle Minellis neuster Roman ist eine fesselnde Erzählung an der Grenze zwischen Wahn und Wirklichkeit. (jr)

Der Filmcutter Thierry, die Schauspielerin Vanessa und Evie, deren fünfjährige Tochter, brauchen eine Auszeit. Schlittenfahren, Schneemannbauen, das sind die Pläne für die Tage im geräumigen Chalet. Doch Thierry arbeitet auch, er will unbedingt über eine Stelle im Film nachdenken, den er zurzeit schneidet: eine Dokumentation über die «Theorie von allem». In den Urlaubsalltag brechen kleine, verstörende Augenblicke. Der Moment, als Thierry bemerkt, dass er von anderen Spaziergängern beim Spielen mit Evie befremdlich angeschaut wird, oder die erschreckende Erkenntnis in einer schneereichen Nacht, dass er den ausgeschilderten Schlittelweg längst verlassen haben muss. Auch die Anrufe seines Chefs, des Filmproduzenten Chris, reissen den Protagonisten aus der fragilen Sicherheit seiner Realitätsempfindung. Bis schliesslich Chris in der Hotellobby vor ihm steht und in Thierry alles zusammenbricht, was sich sein Gehirn aufgebaut hat. Bis klar wird, wo es geendet hat, sein Leben, wie es einst war. (Lectorbooks)

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