Wie ein Mann nichts tat und so die Welt rettete

Von: Lukas Maisel

Im Roman Wie ein Mann nichts tat und so die Welt rettete erzählt Lukas Maisel eine Geschichte, die schauerlich hätte enden können. In den 1980er-Jahren,während des kalten Krieges, herrschte die Doktrin der gegenseitigen Abschreckung zwischen den Weltmächten USA und Sowjetunion. Dies bürdete einem Offizier der sowjetischen Luftabwehrstreitkräfte wie Stanislaw Petrow eine immense Verantwortung auf. Als das System einen Angriff der USA meldete, hatte er zu entscheiden, ob die UdSSR zum atomaren Gegenschlag ausholen würde. Sachlich genau beschreibt Maisel, wie Petrow in der äusserst heiklen Situation abwägt und ein mutiges Exempel liefert für besonnenes politisches (Nicht-)Handeln. (bm)

Sowjetunion, 1983. Stanislaw Petrow lebt ein beschauliches Leben mit seiner Frau Raisa und den beiden Kindern Jelena und Dimitri. Jeder Tag folgt derselben Ordnung. Arbeit, Schule, Piroschki mit Pilzen zum Abendessen. Was ihr «Stasik» den ganzen Tag bei der Arbeit genau macht, weiß seine Familie jedoch nicht. Eine streng geheime Tätigkeit in einem geheimen Städtchen. Eines Nachts übernimmt Petrow die Schichtleitung für einen erkrankten Kollegen – und wird bei seiner Rückkehr nicht mehr derselbe sein. In einer scheinbar normalen Nacht im Jahr 1983 hat Stanislaw Petrow über das Schicksal der ganzen Welt entschieden. Lukas Maisel führt uns mit seinem neuen Roman in die Zeit des Kalten Krieges, in der ein Fehlalarm des atomaren Abwehrsystems fast einen Dritten Weltkrieg ausgelöst hätte. In seiner unverwechselbar eleganten Prosa erzählt er von Zufall und Schicksal – von einer historischen Begebenheit, die gespenstisch aktuell ist. (Rowohlt Verlag)

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