Widerworte

Von: Mariella Mehr

Seit Mitte der 1970er Jahre schreibt Mariella Mehr als ebenso streitbare wie sensible Autorin. Ihr Werk umfasst Reportagen, Romane, Interventionen und Gedichte, die sich dem Mainstream des Geläufigen entziehen. Mariella Mehr erzählt darin von den Randzonen der Gesellschaft, die oft lieber gemieden als literarisch wahrgenommen werden. Unter dem Titel Widerworte haben Nina Debrunner und Christa Baumberger eine repräsentative Auswahl aus ihrem Werk zusammengestellt. Aus Anlass des 70. Geburtstags versammelt der Band verstreute und unveröffentlichte Texte aus vierzig Jahren, die der Autorin würdig Reverenz erweisen. Eine Neuauflage ihrer Trilogie der Gewalt macht zudem ein unvergleichliches Werk wieder greifbar. (bm)

Herausgegeben von Nina Debrunner, Christa Baumberger / Mit Texten von Anna Ruchat, Martin Zingg, Fredi Lerch

So streitbar, angriffig und zugleich sprachsensibel ist kaum eine andere Schweizer Autorin. Als Journalistin beteiligte sich Mariella Mehr massgeblich an der Aufarbeitung der Pro-Juventute-Aktion «Kinder der Landstrasse», als Jenische kämpfte sie für die Anliegen der Fahrenden und als Reporterin und Schriftstellerin beleuchtete sie vor allem die Ränder der Gesellschaft. Ihre Texte beschäftigen sich mit Gewalt in all ihren Ausprägungen. Sie zeugen von einer ganz eigenen Sprachkraft. Anlässlich ihres 70. Geburtstages bietet der Band erstmals einen Überblick über Mariella Mehrs literarisches und journalistisches Schaffen. Das von Christa Baumberger und Nina Debrunner herausgegebene Buch versammelt zum Teil unveröffentlichte Kurzprosa, publizistische Texte und Gedichte von Mariella Mehr sowie Essays ausgewählter Autorinnen, Literaturwissenschaftlerinnen und Kritiker. Die Autorin wird in all ihren Facetten sichtbar: als streitbare Publizistin ebenso wie als sensible Literatin mit einem feinen Gespür für sprachliche Zwischentöne. (Buchpräsentation Limmat)

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