Verlangen nach mehr
Von: Andrea Gerster
- Lenos, Basel, 2015
Eine fristlose Entlassung, der Tod eines Liebhabers, Fluchten in die Berge und nach Berlin, ein schwuler Sohn, eine Tochter, die Romane schreibt – Andrea Gerster bedient sich populärer Themen und Konstellationen, um daraus ein vergnügliches postmodernes Spiel zu konstruieren. Es ist ein Spiel um mehrfach besetzte Identitäten und ineinander greifende Handlungsebenen, aber auch ein Spiel mit allen weiteren Aspekten der Herstellung von Literatur: Da sind die Menschen im «echten» Leben, die sich als Figuren in einem Roman wiedererkennen; ein Lektor, dem der Text zu kurz ist; ein Journalist, der die Autorin interviewt und vergeblich herauszufinden versucht, wer sie ist und was ihr Buch bedeutet. (vb)